(geändert am 03 Oktober 2007 19:02:29)
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Bloglines für Anfänger

Hier entsteht nach und nach ein Tutorial zur Benutzung von Bloglines - Ergänzungen und Überarbeitungen ausdrücklich erwünscht.  Formatierungen kommen später noch.

Jeder kennt das Problem: Man hat mehrere Lieblingsblogs, die man regelmäßig ansurft und bei denen man nach Updates Ausschau hält. Bisher handhabt man das so, dass man entweder die URL in seinem Browser einträgt, was bei zwei, drei Blogs vielleicht noch ganz nett ist, aber so ab 20 Blogs, die man regelmäßig beobachten möchte, artet das in Arbeit aus. Natürlich könnte man sich die Blogs auch in die Lesezeichen/die Favoriten ablegen und dann hätte man zumindest einen Schritt weniger - was dann allerdings zu einer sehr langen Lesezeichenliste ausufern kann und bis man dann da das Blog gefunden hat, was man haben möchte ist schon wieder wertvolle Onlinezeit vergangen.
Wäre es da nicht schön, man bekäme automatisch mitgeteilt, wann ein Blog aktualisiert wird? So dass man sich einfach zurücklehnen kann, die interessanten Postings anklickt und die ganzen Clickorgien vermeidet? Und wenn man nicht nur Blogs, sondern auch vielleicht noch Flickr-, Delicious- und Yahoogroups-Accounts auf diese Weise beobachten könnte? Vielleicht sogar Podcasts? Das geht durchaus, denn dazu gibt es eine Technologie namens RSS. Und das Schöne ist, es gibt sogar ein Online-Tool mit dem man RSS online und kostenlos nutzen kann: Bloglines.

Was ist RSS?

Wofür die Abkürzung RSS steht ist nicht so ganz geklärt. Mal steht es für "Rich Site Summary", "RDF Site Summary" oder auch "Really Simple Syndication". Man sollte sich dadurch nicht verwirren lassen, die verschiedenen Bezeichnungen kommen von der Geschichte der einzelnen RSS-Versionen her. Der letzte Begriff, nämlich die "Really Simple Syndication - sehr einfache Verbreitung" trifft das, was RSS kann eigentlich sehr genau. Nämlich die sehr einfache Verbreitung von Informationen.
RSS-Dateien werden in einer Programmiersprache namens XML geschrieben. Selbst wenn man kein geborener Programmierer ist, kann man diese XML-Dateien einfach von Hand herstellen, allerdings gibt es natürlich auch hierfür Programme beziehungsweise die meisten Blogsoftware-Arten erstellen diesen automatisch.
RSS-Dateien können auf die Endungen "xml", "rdf" oder "rss" enden und es gibt noch verschiedene Versionen, so z. B. "0.90", "0.91", "0.93", "0.94", "1.0", "2.0" und so weiter. Glücklicherweise muss man sich diese Dinge nicht unbedingt kümmern wenn man RSS-Feeds abonnieren möchte, denn die meisten Webseiten weisen mit einem kleinen orangefarbenen Button mit der Beschriftung RSS oder XML auf das Angebot eines RSS-Feeds hin. Wenn nicht, sollte man nach den oben genannten Endungen auf der Seite Ausschau halten.

Was ist Bloglines?

Bloglines ist ein Online-RSS-Reader. Man wird schon gemerkt haben: Wenn man auf einen Link zu einem RSS-Feed klickt, dann öffnet sich eine unverständlich aussehende Seite im Browser mit der man so gut wie nichts anfangen kann. Das ist die Darstellung der oben genannten XML-Datei. Damit man jetzt daraus sinnvolle Informationen herausholen kann braucht man einen RSS-Reader, auch RSS-Aggregatoren genannt. Diese können das RSS-Format lesen und verständlich aufbereiten.
RSS-Reader gibt es als Online-Angebote sowie als Software, die man sich auf den Rechner installieren kann. FeedReader? oder FeedDemon? wären Beispiele für Software, die man zu Hause auf dem Rechner nutzt. Allerdings - wenn man viel unterwegs ist oder keinen Internetzugang zu Hause hat ist es nützlicher einen Online-RSS-Reader zu haben. Der bekannteste und populärste ist Bloglines.
Bloglines gibt es seit dem 1. Juli 2003. Gegründet worden ist der Dienst von Mark Fletcher, der vorher schon Erfahrungen mit dem Online-Business gemacht hat. Er war der Gründer von ONElist, einem Email-Listen-Dienst welcher später von Yahoo aufgekauft wurde und zu den bekannten Yahoo!Groups wurde.
Bloglines ist kostenlos nutzbar und dank seiner einfachen Bedienung auch schnell erlernbar. Zwar gibt es auch eine rein deutsche Benutzeroberfläche, aber die ist offenbar  einmal durch den Babelfisch gejagt worden und teilweise sehr unverständlich. Oder weiß man wirklich auf Anhieb, was der deutsche Text unter diesem Feld meint?

deutsches_feld_für_communities.jpg

Vor dem Anfang hat der Programmierer die Registrierung gesetzt...

Auch Bloglines macht keine Ausnahmen: Bevor man irgendetwas tun kann, muss man sich registrieren. Dazu braucht man eine gültige Emailadresse. Ich setze mal voraus, dass die vorhanden ist, wenn nicht kann man sie sich mit wenig Aufwand bei GMX, Freenet, Hotmail, Lycos, Gmail oder Web.de oder bei anderen Anbietern einrichten.
Um sich zu registrieren folgt man dem Link "Bitte klicken Sie hier, um sich zu registrieren".
Dann öffnet sich diese Seite:

anmeldeseite.jpg

Die ersten beiden Felder sind Pflichtfelder, die auf jeden Fall ausgefüllt werden müssen. Deswegen sind sie auch mit einem kleinen Sternchen versehen, die anderen Felder sind freiwillig.

In das erste Feld trägt man seine Emailadresse ein. Diese muss gültig sind, denn Bloglines prüft durch eine autmatisch versandte Bestätigunsnachricht nach, ob einem wirklich die Mailadresse gehört. Dies dient zur eigenen Sicherheit.

Das zweite Feld ist für das selbstgewählte Passwort reserviert. Es muss mindestens sechs Buchstaben oder Zahlen beinhalten und sollte erstens für einen selbst relativ einfach zu merken und zweitens für einen anderen schwer zu erraten sein. Damit Bloglines sicher gehen kann, dass kein Tippfehler beim Eintippen des Passwortes passiert ist, muss das nochmal eingegeben werden.

Die nächsten Felder sind freiwillig, wenn man sie nicht ausfüllen möchte, dann sollte man es auch nicht tun.

Die Zeitzone sollte selbsterklärend sein, "Zentral Europe" sollte man aus dem Menü auswählen wenn man das möchte.
Übersetzungslinks für die Einträge in den Ordnern, was diese sind erkläre ich später noch ausführlich, sind mir bisher noch nie untergekommen, aber das ist natürlich Geschmackssache. Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dann stellt man hier "Deutsch" ein, ebenso ob man den Newsletter von Bloglines per Mail abonnieren möchte.

So, der erste größere Teil ist geschafft, jetzt klickt man auf den Button "Registrieren" - und jetzt müsste eigentlich Bloglines an die zuvor angegebene Email eine Mail geschickt haben. Diese enthält einen Link, den man einfach anklickt - Bloglines stellt damit sicher, dass auch wirklich nur der angemeldet wird, der sich auch wirklich angemeldet hat - und dann kann man sich mit seinen Daten bei Bloglines einloggen.

Erste Schritte

Die Startseite bei Bloglines unterscheidet sich nach dem Anmelden nicht von der, die man vor der ganzen Prozedur zu Gesicht bekommen hat. Mit einem Unterschied: Die Menüreiter sind jetzt aktiv und können angeklickt werden.

bloglines-reiter.jpg

Natürlich wollen wir als Erstes RSS-Feeds abonnieren, deswegen klicken wir auf "Meine Feeds". Ein neues Fenster öffnet sich.






Also ich wuerde das Ganze so kurz wie moeglich fassen, also den Passwortschnickschnack weglassen. Weiter: die Vorteile, die man von einer Anmeldung hat, man kann naemlich z.B. Beitraege, die gefallen, einfach aus Bloglines heraus per Mail verschicken.
Die Anleitung muss imho so kurz wie moeglich und so lang wie noetig sein. Falls Du es nicht weisst: Die Leute wollen heutzutage nicht mehr lesen