(geändert am 24 Juli 2006 03:23:53)
GermanistikTexte  (KategorieTexte)
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Germanistische E-Texte und Faksimile-Digitalisate


Für Germanisten wichtige Textkorpora listet M. Mandelartz auf:
http://www.kisc.meiji.ac.jp/~mmandel/recherche/textcorpora.htmlext. link

Deutsche Drucke des 16. Jahrhunderts im WWW
http://archiv.twoday.net/stories/113113/ext. link
Streugut (ohne Einblattdrucke) ausserhalb der "grossen" Sammlungen von Wolfenbüttel, Utrecht, Heidelberg, Emden und Augsburg.
Beispiel:
Goltwurm, Caspar
Wunderwerck vnd Wunderzeichen Buch [...], Frankfurt am Main 1557
Mirabilien - Kompilationsliteratur
VD 16: Nicht angegeben
Anbieter: Obras Raras
http://www.obrasraras.usp.br/obras/000154/ext. link

Links zu Digitalisierungsprojekten weltweit
http://wiki.netbib.de/coma/DigiMiscext. link (mit Unterseiten)

Sigmund von Birken
http://www.litlinks.it/b/birken.htmext. link
Dort fehlt das Faksimile des Ehrenspiegels bei der UB Heidelberg
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/drwFugger1668ext. link

Paul Fleming
http://www.litlinks.it/f/fleming.htmext. link
Dort fehlt das Faksimile (PDF) der deutschen Poemata in Tartu
http://www.utlib.ee/en/index.php?cat=dgbookext. link

J. M. Lenz
http://www.litlinks.it/l/lenz_jmr.htmext. link
Die drei Digitalisate in Tartu sind nicht verzeichnet.

C. F. D. Schubart
Noch nicht bzw. nicht wieder in den Litlinks
Eine Druckschrift liegt in Dresden digitalisiert vor
http://fotothek.slub-dresden.de/ext. link

Aufklärungszeitschriften
http://www.ub.uni-bielefeld.de/diglib/aufklaerung/ext. link
Eine herausragende Quellensammlung zur Zeit um 1800. Wermutstropfen: In der Datenbank sind die Vornamen der Autoren nicht ausgeschrieben und die Scans sind meist von mäßiger Qualität.

Gelegenheitsschriften (Einblattdrucke) des 17. Jahrhunderts
http://www.vd17.deext. link
Die Suche nach einblatt? und gelegenhei? weist über 7000 Blätter aus. Von denen meisten dürfte die Schlüsselseite und das heisst bei Einblattdrucken der Volltext digitalisiert als Faksimile (mit Vergrößerungsmöglichkeit) vorliegen.

Schriften zur Reformationsgeschichte
http://luther.hki.uni-koeln.de/luther/pages/sucheDrucke.htmlext. link
Sehr viele digitalisierte Drucke, unter anderem mehrere Werke von Johannes Reuchlin, darunter auch zwei auf deutsch. Siehe auch
http://www.litlinks.it/l/luther.htmext. link

Periochen luxemburgischer Jesuitendramen
http://www.restena.lu/cul/PRAEFATIO/T_001_Titre.htmlext. link

Arno Schmidt Referenzbibliothek
http://www.gasl.org/as/referenz/ext. link
Zahlreiche Werke als Faksimiles, die Arno Schmidt in diesen oder anderen Ausgaben vorlagen, daneben Werke im Neusatz

Gallica
http://gallica.bnf.fr/ext. link
Auch viel Deutsches, unter anderem Hebbels Werke, aber sehr häufig miserable Scan-Qualität, was freilich aufgewogen wird durch die Möglichkeit, sich PDFs der Werke zur häuslichen Nutzung erstellen zu lassen. Deutschsprachige Werke wurden aus dem Angebot genommen, siehe
http://log.netbib.de/archives/2005/03/04/gallica-hat-ausgesondert/ext. link



Besprechung von E-Text-Angeboten

Projekt Gutenberg.de
http://gutenberg.spiegel.de/ext. link
Die Gottfried-Keller-Homepage urteilt: "Textkonstitution problematisch, keine Editionsprinzipien bekannt, keine Quellennachweise, Textauswahl zufällig". Die jeweilige Quelle ist im Quelltext versteckt, ansonsten kann der Kritik zugestimmt werden. Zu wissenschaftlichen Zwecken ist das Projekt Gutenberg kaum zu gebrauchen.
Im Gegensatz zum internationalen Projekt Gutenberg ist die Textsammlung nicht "open content", und der an freien Inhalten interessierten Community stösst das kommerzielle Projekt Gutenberg zunehmend sauer auf:
http://de.wikipedia.org/wiki/Projekt_Gutenberg-DEext. link

Nicht nachvollziehbar ist, dass das digitale Wörterbuch http://www.dwds.de/ext. link Scans an http://www.gaga.net/ext. link liefert, damit sie dort mittels OCR und Korrekturlesen an Gutenberg.de weitergegeben werden können.

Internationales Projekt Gutenberg
http://www.gutenberg.org/ext. link
Eher wenige deutsche Texte, teilweise vom Projekt Gutenberg.de ohne Quellenangabe zur Verfuegung gestellt. Beispiel:
http://www.gutenberg.org/dirs/etext04/8prst10.txtext. link
Dieses Projekt bietet in der Tat freie Inhalte, siehe
http://de.wikipedia.org/wiki/Project_Gutenbergext. link

eBOOK-Bibliothek
http://www.ebook-bibliothek.org/ext. link
Viele E-Books als PDFs, nicht immer Angaben über die Vorlagen. Es wird ein Urheberrecht für die Neuausgabe beansprucht, es gibt keine Informationen zu den Bearbeitungsgrundsätzen. Nicht zitierfähig.

Bibliotheca Augustana
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/augustana.htmlext. link
Das vielgerühmte, ästhetisch ansprechende Angebot des früheren FH-Professors Ulrich Harsch bietet E-Texte in diversen Sprachen. Bei einem Teil der Texte handelt es sich um Links auf externe Angebote. Sehr oft werden auch nur Auszüge geboten. Harschs E-Texte sind teils zitierfähig, teils nicht zitierfähig, obwohl anzuerkennen ist, dass er zunehmend bemüht ist, wissenschaftliche Ansprüche durch exakte Angabe der benutzten Vorlage und bei Handschriften des Seitenwechsels zu befriedigen. Ist die Vorlage exakt bezeichnet und wird nur eine interne Zitierweise (etwa nach Versen, Strophen, Kapiteln) gewünscht, so können die Texte wohl als zitierfähig gelten. Allerdings hat Thomas Bein (Anmerkungen zu digitalen Editionen alt- und mittelhochdeutscher Texte, in: Mediaevistik und Neue Medien, hrsg. von Klaus van Eickels u.a., Ostfildern 2004, S. 29-40, hier S. 35-39) die Bibliotheca Augustana als "besonders defizitär" bezeichnet (S. 35). Kritisiert wird vor allem die ungenaue Transkriptionspraxis.  
Siehe auch:
http://www.sfn.historicum.net/links/2005/liwi2005-32.htmext. link

Sophie (Literatur von Frauen)
http://humanities.byu.edu/sophie/ext. link
Bewertung: Bemühen um vorlagengetreue Wiedergabe mit Angabe des Seitenwechsels ist unverkennbar, aber es wird nicht in jedem Fall sofort klar, welche Quelle vorliegt.

Goethezeitportal
http://www.goethezeitportal.deext. link
Teils Faksimiles (Dramentexte), teils E-Texte (Quellen zur Bildungsgeschichte) mit Angaben zur Vorlage und Kennzeichnung des Seitenwechsels sowie editorischer Notiz.

Freiburger Anthologie
http://www.freiburger-anthologie.de/ext. link
Gedichte nach verläßlichen Referenzausgaben, aber noch ohne Seitenzählung der Vorlage (stimmt so nicht ganz, man erreicht sie über "Drucken" und dann "View Pagesource" :>).

Textlog.de
http://www.textlog.deext. link
Eine private Seite, die vor allem im Bereich Ästhetik ihren Schwerpunkt hat. Über die Texte, für deren bearbeitung ein Urheberrecht beansprucht wird, heisst es: "Die Texte sind allesamt wesentlich überarbeitet und neu editiert. Sie wurden den heute geltenden ortographischen [sic !] Gepflogenheiten angepasst sowie, bei im Orginaltext fehlender Kapitelaufteilung, vom Herausgeber mit Zwischentiteln versehen, die den Inhalt der betreffenden Abschnitte wiedergeben und mit Hilfe der {}-Klammer gekennzeichnet sind." Keine Angaben über die Vorlagen. Daher nicht zitierfähig.

Wikisource deutsch
http://wikisource.org/wiki/Main_Page:Deutschext. link
Einige wenige Texte meist ohne Quellenangaben. Wissenschaftlich derzeit noch unbrauchbar, wenngleich ein "freies" Projekt mit Potential.
(inzwischen reformiert unter http://de.wikisource.orgext. link mit Betonung zuverlässiger Textgrundlagen)

Heinrich-Heine-Portal
http://germazope.uni-trier.de/Projects/HHP/ext. link
Ambitioniertes Projekt einer digitalen Gesamtausgabe

Altgermanistische Initiativen

Mediaevum.de: Textnachweise
http://www.mediaevum.deext. link

Mittelhochdeutsches Textarchiv
http://mhgta.uni-trier.de/index.htmlext. link (Trier)
http://etext.lib.virginia.edu/german/mhg/browse/author.htmlext. link (USA)
Zitierfähige E-Texte, aber ohne Einleitungen und kritischen Apparat (im Aufbau). Zitierhilfen fehlen, insbesondere Nicht-Germanisten werden kaum auf Anhieb die Texte richtig zitieren können.

Marburger Repertorien, ZfdA?? im Internet
http://www.uni-marburg.de/hosting/mr/welcome.htmlext. link
http://www.uni-marburg.de/hosting/zfda/beitr.htmlext. link

Deutsche Texte des Mittelalters mit Handschriftenarchiv
http://dtm.bbaw.de/ehz.htmlext. link
http://dtm.bbaw.de/HSA/Index-Archivbeschreibungen.htmext. link

Hartmann von Aue Portal
http://www.fgcu.edu/rboggs/Hartmann/Lyrics/LyMain/LyHome.htmext. link

Michael Baldzuhn: 'Disticha Catonis' - Datenbank der deutschen Übersetzungen http://www.rrz.uni-hamburg.de/disticha-catonis/ext. link

Manuscripta Mediaevalia
http://www.manuscriptamediaevalia.deext. link
Handschriftendatenbank und digitalisierte Handschriftenkataloge



Parallele Präsentation von Faksimile und E-Text

http://historical.library.cornell.edu/ext. link
In den Historical Monographs und der Witchcraft Collection kann der OCR-Text (häufig miserabel) abgerufen werden. Eine Volltextsuche über alle Werke ist jeweils möglich.

http://link.library.utoronto.ca/booksonline/ext. link
OCR-Text einsehbar, Volltextsuche.

U of Michigan, Beispiel:
http://name.umdl.umich.edu/AHY9953ext. link
desgleichen (auch in Making of America)


Vorbildliche Zitierfähigkeit (PURL)

PURL:  http://diglib.hab.de/drucke/22-28-eth-1/start.htm?image=00015ext. link
Seite aus einem Lustspiel von Kaspar Stieler 1665, digitalisiert von der HAB Wolfenbüttel


Verteiltes Korrekturlesen mit einem Wiki

Das Projekt Runeberg setzt ein Wiki zum Korrekturlesen ein. Beispiel:
http://runeberg.org/minnen/0058.htmlext. link


Kritik an Digitalisierungsprojekten

Aufsatz von Staecker
http://www.opus-bayern.de/bib-info/volltexte/2005/73/pdf/staecker_duedo-2005.pdfext. link

Vortrag 2004
http://www.listserv.dfn.de/cgi-bin/wa?A2=ind0403&L=hexenforschung&P=R1430&I=-3ext. link

Evaluierungsbericht 2005
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche_infrastruktur/lis/download/retro_digitalisierung_eval_050406.pdfext. link


Sekundärliteratur zu Texten im Netz

Vortrag von Kurt Gärtner 2003
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche_infrastruktur/lis/veroeffentlichungen/dokumentationen/download/vortrag_gaertner.pdfext. link

Wichtig Glauch, Sonja: Neue Medien, alte Texte? Überlegungen zum Ertrag digitaler Ressourcen für die Altgermanistik. http://www.germanistik.ch/publikation.php?id=neue_medien_alte_texteext. link (Stand vom 24. Oktober 2005)
"So wäre von Seiten der Portale und Rezensionsorgane stärker einzufordern, dass bei E-Texten für die Wissenschaft
– letztes Aktualisierungsdatum
– Grad der Vorläufigkeit, Grad der Unvollständigkeit
– Herkunft und Erfassungsmethode der Daten
– Quellenwahl (welche Ausgabe; warum diese Ausgabe?)
– graphische Umsetzungsrichtlinien (Sonderzeichen, Textauszeichnungen)44 und
– bekannte technisch bedingte Fehlerquellen und Unzulänglichkeiten
unmissverständlich offen gelegt wird/werden. Denn erst dann kann ihr Nutzer seinerseits
entscheiden, ob die Daten für seine Zwecke geeignet sind oder nicht. Das wäre ein
erster Schritt, um die Errungenschaften der traditionellen Editionsphilologie dem digitalen Archiv nicht verloren gehen zu lassen."


Open Access und Edition

Vortrag Wien 2004
http://archiv.twoday.net/stories/230198/ext. link



Checkliste für E-Texte

Wird zu E-Texten auch der Scan der gedruckten/handschriftlichen Vorlage zugänglich gemacht?

Wird einem Faksimile-Digitalisat auch ein E-Text beigegeben?

Ist das Angebot suchmaschinenfreundlich gestaltet, existiert eine OAI-Schnittstelle, wird es in angemessener Weise in Fachkreisen bekanntgemacht?

Existiert eine einfache, dauerhafte Internetadresse (auch für einzelne Seiten) und wird diese als Zitierempfehlung deutlich sichtbar vermerkt?

Reicht die Auflösung gescannter Abbildungen für die übliche wissenschaftliche Arbeit aus?

Wird bei E-Texten genau angegeben, aus welcher Vorlage sie entnommen sind?

Wird bei E-Texten der Seitenwechsel der Vorlage gekennzeichnet?

Ist eine editorische Notiz vorhanden, die über die Bearbeitungsgrundsätze (Umsetzung der Typographie in HTML/PDF, Transkriptionsregeln) unterrichtet?

Erfolgt eine Rechtefreigabe an die Allgemeinheit bzw. zu wissenschaftlichen Zwecken ("Open Access" oder "Creative Commons" oder freie Lizenz), damit auch andere Projekte die (gemeinfreien) Scans/E-Texte ohne Rückfrage verwenden können?

Wird die Offline-Nutzung durch die Möglichkeit unterstützt, das digitalisierte Werk als PDF (oder als ZIP) herunterladen zu können?

Wird bei "schmutzigen" E-Texten die Möglichkeit (etwa durch ein Wiki) angeboten, Verbesserungen vorzunehmen?

Wird gemeinsames Arbeiten an den Texten (Textkritik, Kommentierung, Interpretation) durch eine fachliche Community unterstützt?