Hausaufgabenseite für den Freiburger Kurs "Internet für Historiker
Bitte stellen Sie jeweils ein Selbstzeugnis/Ego-Dokument aus der Zeit vor 1900, das im Netz vollständig vorhanden ist, als Geschichtsquelle vor. Bewerten Sie die Qualität der Internetveröffentlichung insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Zitierfähigkeit. Geben Sie an, wie Sie das Dokument gefunden haben.
Linksammlung: Was ist ein Selbstzeugnis/Ego-Dokument?
http://www.zeitenblicke.historicum.net/2002/02/rutz/#kap03
Eine Spur ausführlicher, im wesentlichen jedoch mit gleichem Inhalt:
http://www.uni-trier.de/uni/fb3/geschichte/cluse/forum/2003Klein.html
Beispiele für Gattungen von Selbstzeugnissen:
Testament, Tagebücher, Memoiren, unfreiwille Angabe über das eigene Leben (Beispiel: Die 'Regula Sancti Benedicti')
Latein:
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Benedictus/ben_reg0.html
Deutsch:
http://www.kloster-ettal.de/regel/00.html
Was ist ein Wiki?
Ein Wiki ist eine Sammlung von Internetseiten, die von jedem beliebigen Benutzer verändert werden können. In der Regel sind diese Seiten mit Hyperlinks untereinander verlinkt. Ein Benutzer kann daher im Idealfall von einem Suchwort jedes andere zum Suchwort relevante Stichwort per Hyperlink anklicken und sich so informieren. Beispiel: www.wikipedia.org bzw. www.de.wikipedia.org (deutsche Version). Bei der Eingabe in Wikis sind i.d.R. keine Programmierkenntnisse von Nöten. Sie können zum Beispiel dazu verwendet werden, gemeinsam wie wir es machen, ein Gruppenprojekt aufzuziehen. Jeder kann mitmachen und etwas dazu beitragen.
Wikis sind jedoch nur in Ausnahmefällen zitierfähig, so z.B. Wikis, die ausschließlich von anerkannten Wissenschaftler bearbeitet wurde (Bsp.:
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
, wobei sich hier die Frage stellt, inwiefern diese Seite als Wiki spezifiert wird). www.wikipedia.org ist daher derzeit nur zu Kurzinforamtion geeignet, da die Ezyklopädie nicht wissenschaftlich arbeitet und sich jeder beliebige Benutzer beteiligen kann. Das bedeutet, dass auch der fachlich ungeeignete Bearbeiter mitwirken kann.
Hausaufgaben der TeilnehmerInnen? (bitte Namen angeben)
Benjamin Gehring:
Was ist ein Selbstzeugnis/ Ego- Dokument
Die Seite
http://www.zeitenblicke.historicum.net/2002/02/rutz/#kap03
enthält eine meiner Meinung nach gute Antwort. Ohne Suchmaschine findet man diese Seite über
http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de
> Eingabe "Ego- Dokument" unter Suche (oben rechts) > Klick auf Zs: zeitenblicke 1 (2002) , Nr. 2. Auch mit einer Suchmaschine erscheint die Seite nach Eingabe von "Ego-dokument Selbstzeugnis" als dritter Link.
Beispiel eines Selbstzeugnisses:
Die Regula Sancti Benedicti des Benedikt von Nursia (Link: deutsch.
http://www.kloster-ettal.de/regel/index.html
, Latein:
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Benedictus/ben_reg0.html
, Portal für mehrer Sprachen:
http://www.osb.org/rb/index.html#Latin
.)
Fund der Regel über
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/augustana.html
>
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/augustana.html#la
>
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/a_alpha.html
>
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Benedictus/ben_intr.html
>
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Benedictus/ben_reg0.html
.
Beschreibung:
Die Regel der heiligen Benedikt entstand 529 durch Bendikt von Nursia im Kloster Monte Cassino, der darin eine Regel erstellte, wie der von ihm gegründete Orden zu leben hat. Viele andere Orden übernahmen diese Regel im Laufe des Mittelalters. Für die meisten ist die Regel heute noch gültig.
Die Regel des Betens und Arbeitens (ora et labora) ist die heute wohl bekannteste Regel.
Kommentar als Egodokument:
Die Regel des Benedikt von Nursia ist auf den ersten Blick kein Egodokument (z.B. eine Autobiographie). Sie kann aber als Zeugnis für das Leben des Heiligen gelten, da Benedikt sein Leben nach dieser Regel ausgerichtet hat. Es gibt also Auskunft darüber, wie Benedikt gelebt hat. Da seine Regel für seinen Orden und deren Angehörigen gilt, kann seine Regel auch als Testament des Heiligen angesehen werden.
Bewertung als Geschichtsquelle:
Die Regel ist für das gesamte Mittelalter von großer Bedeutung. Aufgrund der oben erwähnten Übernahme der meisten Orden ist die Regel aus der mittelalterlichen Forschung nicht wegzudenken.
Bewertung der Internetveröffentlichung:
Die Internetveröffentlichung der regual sancti benedicti (
http://www.fh-augsburg.de/~harsch/Chronologia/Lspost06/Benedictus/ben_reg1.html#p
) der bibliotheca Augustana ist aufgrund der Nummerierungen der Verse gut zitierfähig, wobei man dem Verfasser der Homepage so viel Vertrauen schenken muss, dass die Regel richtig ediert ist. Diese Tatsache muss allerdings theoretisch bei jeder Edition, ob online oder in Buchform, entgegen gebracht werden. Eine abslolute Sicherheit entsteht nur durch eine eigenen Edition eines Originaltextes.
Auch die deutsche Übersetzung (
http://www.kloster-ettal.de/regel/00.html
ist durchaus zitierfähig, jedoch wohl nur mit dem lateinischen "Original".
Jens Gräber:
Zu Frage b) habe ich noch den oben bereits genannten Link
http://www.uni-trier.de/uni/fb3/geschichte/cluse/forum/2003Klein.html
gefunden, der etwas ausführlicher erläutert wie es zu der Veränderung der Definition des Begriffes Selbstzeugnisse durch Herrn Schulze kam. Außerdem habe ich oben noch die Beispiele Tagebücher und Memoiren eingefügt.
Vorstellung eines Selbstzeugnisses:
Fearn, Frances Hewitt(Hg.): Diary of a refugee, New York 1910.
Suchweg:
Gefunden über das Fachportal Geschichte der UB Freiburg, dort auf American Memory Project ->
http://memory.loc.gov/ammem/index.html
->
http://memory.loc.gov/ammem/browse/ListSome.php?category=African%20American%20History
->
http://memory.loc.gov/ammem/award97/ncuhtml/fpnashome.html
->
http://memory.loc.gov/cgi-bin/query/r?ammem/fpnas:@field(SUBJ+diaries):heading=Diaries
->
http://memory.loc.gov/cgi-bin/query/D?uncall:10:./temp/~ammem_BMAu:
->
http://docsouth.unc.edu/fearn/menu.html
Beschreibung:
Es handelt sich hier um das Tagebuch einer Plantagenbesitzerin aus Louisiana, die während des Bürgerkrieges vor den herannahenden Streitkräften der amerikanischen Nordstaaten flüchtete. Obwohl das Buch, das hier in digitaler Form vorliegt, erst 1910 erschien, beginnen die darin abgedruckten Aufzeichnungen jedoch bereits im Jahr 1862. Es wird vermutet, daß die abgedruckten Aufzeichnungen von einer Verwandten der Herausgeberin stammen.
Bewertung als Quelle:
Das Tagebuch scheint mir vor allem für Untersuchungen des Verhältnisses zwischen Sklavenhaltern und Sklaven während der Umbruchzeit des Bürgerkrieges wertvoll zu sein, auch um die Denkstrukturen von sklavenhaltenden Plantagenbestitzern im amerikanischen Süden allgemein näher zu erforschen.
Internetveröffentlichung:
Die Homepage
http://memory.loc.gov/ammem/index.html
mit dem Titel "American Memory from the Library of Congress" bietet viele interessante Serien von digitalisierten Dokumenten, die nach Themen geordnet sind. Auf
http://docsouth.unc.edu/fearn/menu.html
kann man sich dann vorab eine Zusammenfassung des hier vorgestellten digitalisierten Buches durchlesen, ebenso ist es möglich, sich gezielt nur die Illustrationen anzusehen, die im Gegensatz zum eigentichen Text als Scans verfügbar sind. Die digitale Veröffentlichung ist gut zitierfähig, da die genaue Ausgabe des digitalisierten Buches ebenso ersichtlich ist wie die jeweiligen Seitenzahlen. Da der Text des Buches nicht als Scan, sondern als HTML-Dokument veröffentlicht ist, ist die Ladezeit für das gesamte Buch erfreulich kurz.
Florian Kapfer
Anfänglich verstand man unter dem Begriff Ego-Dokument Texte in denen ein Autor explizit über eigenes Handeln und Fühlen schreibt. Später waren auch zum Beispiel Testamente, Verhörprotokolle, Lebensläufe.
Beispiel für Selbstzeugnis:
Testament von Franz von Assissi
Gefunden über:
http://www.geschichte.uni-muenchen.de/ma/links.shtml
Dann über den Menüpunkt "Online verfügbare Quellentexte":
http://www.intratext.com/Latina/Mediaevalis/
Auf dieser Seite kann man dann unter dem Punkt "Various authors" Franz v. Assissi anklicken und man wird zu einer Auswahl seiner Texte, teilweise mit Übersetzung, weitergeleitet.
http://www.intratext.com/IXT/LAT0700/_P1.HTM
(Latein)
http://www.intratext.com/IXT/ENG0212/_P1.HTM
(Englisch)
In dieser Schrift erzählt Franz v. Assissi wie Gott zu ihm sprach und nach welchen Regeln er gelebt hat.
Da ich die Seite über die Linksammlung der Uni München gefunden habe, kann man sie durchaus verwenden. Die Digitale Bücherei
http://www.intratext.com/
bietet eine große Sammlung verschiedener Texte. Zudem gibt es auf der Seite weitere Links zu anderen Sammlungen. Die Originaltexte sind zitierfähig, nur mit den Übersetzungen sollte man aufpassen und gegebenfalls nur mit Originaltext zitieren.
Benjamin Griebe
was ein wiki ist, sollte mitlerweile klar sein. es ist eine freiverfügbare enzyklopädie.
zu b) ego-dokumente bzw. selbstzeugnisse sind quellen, die einem einen zugang zu historischen individuen verschaffen, in dem sie äußerungen über sich niedergeschreiben haben. beispiele dafür sind tagebücher, autobiografien, briefe, etc.
mein beispiel kommt noch.
Von Christoph Spitzl irrtümlich auf einer Seite edit eingetragen
zu a)
wikis sind freie Hilfeseiten, die von jedem User kostenlos erstellt und verändert werden können. Der Name wiki stammt aus dem Hawaianischen, von wiki-wiki = schnell. Was wikis konkret sind, wurde ja von meinen Vorgängern schon beantwortet.
zu b)
Ego-Dokumente werden in ihrer Gesamtheit als Quellen gesehen, sie bieten
einen Zugang zum historischen Individuum;
Ego-Dokumente sind z.B. Tagebücher, Autobiografien, Briefe oder Verhörprotokolle
Ego-Dokumente sind u.a. Äußerungen zur eigenen Person, sind demnach abhängig
von der Situation, in der erzählt, berichtet wird und daher weder
unmittelbar noch unverfälscht
Ego-Dokumente sollen helfen, das blanke Skelett der Geschichte mit Fleisch,
mit lebendigem zu füllen.
Suche nach einem Ego-Dokument:
http://www.uni-regensburg.de/
dort auf Einrichtungen, Fakultäten, Philosophische Fakultät IV – Sprach- und Literaturwissenschaften
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/
Link Institute und Einrichtungen, Institut für Germanistik, Lehrstühle
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Germanistik/lehrstuehle.html
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Germanistik/gajek/vita_gajek.htm
http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_IV/Germanistik/gajek/thoma.htm
Die Quelle ist eine Biographie über den Schriftsteller Ludwig Thoma
Das ist kein Ego-Dokument (KG)